Lebenswerk

Helfried Steckel, der langjährige Chorleiter des Oratorienchors hat am 10.09.2020 zum letzten Mal eine Probe „seines“ Chores geleitet. Nach über 2.000 Chorproben, 75 Konzerten und 46 Jahren verantwortungsvoller und erfolgreicher künstlerischer Tätigkeit verabschiedete er sich unter großen Beifall der Sängerinnen und Sänger. Zusammen mit ihm tritt auch seine Frau Vilja Steckel, jahrzehntelang Repetorin und musikalische Beraterin ihres Ehemanns, in den wohlverdienten Ruhestand. Coronabedingt musste eine angemessene Würdigung auf „bessere Zeiten“ verschoben werden. Eine kurze Laudatio … Mehr Lebenswerk

War Beethoven Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das höllische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter – Unser Beethovenjahr (4/9)

Beethovens 4. Sinfonie beginnt mit einer unfassbar langsamen Einleitung. Dagegen kommt der Schlusssatz der Sinfomie teuflisch schnell daher, sodass es Zweifel gab, ob die Metronomangabe des Komponisten nicht ein Irrtum war. Denn immerhin hatte ihn der Maestro mit Allegro ma non troppo, nicht etwas mit Prestissimo überschrieben. … Mehr War Beethoven Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das höllische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter – Unser Beethovenjahr (4/9)

Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Teil 6 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Diese zarte Verbundenheit der beiden geschaffenen Menschen liefert neben der Erhabenheit der Lobpreisunge und der Volkstümlichkeit der Naturschilderungen den dritten Grund für den seit über 200 Jahren andauernden Erfolg der Schöpfung: Die anrührende Innigkeit der besungenen Liebe. … Mehr Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Teil 6 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

20. Mai 2017: „Ach, Galatea, weine nicht!“ Wer erinnert sich?

Verschmähte Liebe, Eifersucht und der Versuch eines sterblichen Wesens, das Unmögliche möglich zu machen – kann das gutgehen? Der mythischen Erzählung von Acis und Galatea gab Georg Friedrich Händel im Jahr 1718 das Gewand eines Oratoriums. Die beiden Protagonisten des Mythos empfinden innige Liebe zueinander. Zugleich sind sie aber auch lyrische Metaphern für die beseelte Natur. … Mehr 20. Mai 2017: „Ach, Galatea, weine nicht!“ Wer erinnert sich?

Warum der Schöpfer nicht mit einem Kammerorchester gepriesen werden kann – Teil 5 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Mit der Haydns Schöpfung wird zum ersten Mal die biblische Schöpfungsgeschichte zum Thema einer großer Komposition. Als religiöses Werk will die Schöpfung aber nicht verstanden werden. Sie gehört in einen Konzertsaal, nicht in eine Kirche. … Mehr Warum der Schöpfer nicht mit einem Kammerorchester gepriesen werden kann – Teil 5 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Drei Erzengel und die Aufklärung – Teil 4 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

War es möglich, die beiden biblischen Quellen des Oratoriums „Die Schöpfung“ und das Milton-Gedicht „Paradise Lost“ mit dem Zeitgeist des späten 18. Jahrhunderts zu versöhnen? Nicht alle sahen damals in dem Libretto eine gelungene Synthese. Am berühmtesten ist Friedrich Schillers Verdikt. … Mehr Drei Erzengel und die Aufklärung – Teil 4 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Wenn Beethoven auf die Knie fällt – Teil 3 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Am 27. März 1808 dirigiert Antonio Salieri die erste Aufführung der Schöpfung in italienischer Sprache außerhalb Italiens. Es ist eine Huldigung für den greisen Komponisten anlässlich seines Geburtstags, die er tiefbewegt entgegennimmt. Es muss an diesem Abend gewesen sein, dass Ludwig van Beethoven – jetzt selbst ein ganz Großer der Wiener Musikwelt – nach der Aufführung vor dem 76-jähigen Haydn auf die Knie geht und seinem ehemaligen Lehrer die Füße küsst. … Mehr Wenn Beethoven auf die Knie fällt – Teil 3 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

England, das Libretto und Baron van Swieten. Teil 2 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Von der ersten Idee bis zur Uraufführung: Die Schöpfung entsteht. Wien im Jahr 1790. Der 34-jährige Wolfgang Amadeus Mozart, der 40-jährige Antonio Salieri und der 20-jährige Ludwig van Beethoven sind Fixsterne im Planetensystem des kulturellen Lebens der österreichischen Hauptstadt. Die Gestirne, die um sie kreisen, sind Familien der „Gesellschaft der Assoziierten“. Allesamt gehören sie zum … Mehr England, das Libretto und Baron van Swieten. Teil 2 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“