„Noch zehn Minuten, dann sind wir fertig.“ Wie Joseph Stielers berühmtes Beethoven-Portrait bis heute wirkt

Joseph Stieler war einer der angesehensten Maler seiner Zeit. Die Darstellung Beethovens, die wie keine andere unser Bild des Komponisten geprägt hat, entstand in der Zeit von Februar bis April des Jahres 1820. Weil beide, Maler und Komponist, Notizen zur Entstehung des Gemäldes machten, ist seine Entstehung gut dokumentiert. Beethoven besuchte Stieler immer wieder in … Mehr „Noch zehn Minuten, dann sind wir fertig.“ Wie Joseph Stielers berühmtes Beethoven-Portrait bis heute wirkt

„Dada-da-daaaa!“ Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte und die nationalsozialistische „Kultur“-Politik – Unser Beethovenjahr (5/9)

Der Komponist kann nichts dafür, dass die Nationalsozialisten seine Sinfonien besonders schätzten. Vier der fünf am häufigsten aufgeführten sinfonischen Werke in den Jahren 1941 bis 1943 waren Beethovenwerke. Pech nur, dass diese Rechnung ohne den Komponisten gemacht worden war. Denn Beethovens Fünfte war und ist keine Hommage an den deutschen Nationalismus, sondern eher eine musikalische Verarbeitung von Motiven der Französischen Revolution. … Mehr „Dada-da-daaaa!“ Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte und die nationalsozialistische „Kultur“-Politik – Unser Beethovenjahr (5/9)

War Beethoven Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das höllische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter – Unser Beethovenjahr (4/9)

Beethovens 4. Sinfonie beginnt mit einer unfassbar langsamen Einleitung. Dagegen kommt der Schlusssatz der Sinfomie teuflisch schnell daher, sodass es Zweifel gab, ob die Metronomangabe des Komponisten nicht ein Irrtum war. Denn immerhin hatte ihn der Maestro mit Allegro ma non troppo, nicht etwas mit Prestissimo überschrieben. … Mehr War Beethoven Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das höllische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter – Unser Beethovenjahr (4/9)

Die Sinfonia grande, auf deren Titelseite jemand heftig radiert haben muss: Beethovens Eroica – Unser Beethovenjahr (3/9)

Das Geheimnis um das Deckblatt des Autographen, das mit verschiedenen Schreibwerkzeugen und unterschiedlichen Tinten beschriftet worden ist, und auf dem jemand (der Komponist selbst?) so nachdrücklich radiert hat, dass das Papier ein Loch aufweist, werden wir nicht enträtseln können. Denn hier sind Wahrheit und Legenden kaum noch zu unterscheiden. … Mehr Die Sinfonia grande, auf deren Titelseite jemand heftig radiert haben muss: Beethovens Eroica – Unser Beethovenjahr (3/9)

Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Beethovens Zweite – Unser Beethovenjahr (2/9)

Die Allgemeine Musikalische Zeitung konnte sich mit diesem neuen Werk allerdings nicht anfreunden. Diese Sinfonie erinnere an ein „crasses Ungeheuer, einen angestochenen Lindwurm, der nicht ersterben wolle und, selbst verblutend, im Finale noch mit dem aufgereckten Schweife vergeblich wüthend um sich schlage“, so der Wiener Korrespondent der Zeitung. Wie sich Hörgewohnheiten ändern können. … Mehr Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Beethovens Zweite – Unser Beethovenjahr (2/9)

Die Sinfonie, die mit einem Dominantseptakkord beginnt: Beethovens Erste, eine charmante Provokateurin – Unser Beethovenjahr (1/9)

Das hatte es noch nicht gegeben. Die Sinfonie Nr. 1 in C-Dur beginnt, als wäre die erste Seite der Partitur verloren gegangen, mit einem Forte-Akkord in der Dominante. Dieser löst sich zögerlich auf. So bleibt die Tonart des ersten Satzes zunächst im Unklaren. Der musikalisch Gebildete ahnt sie, aber sicher kann er erst sein, als das Thema mit der Tempobezeichnung Allegro con brio beginnt. … Mehr Die Sinfonie, die mit einem Dominantseptakkord beginnt: Beethovens Erste, eine charmante Provokateurin – Unser Beethovenjahr (1/9)

Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Teil 6 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Diese zarte Verbundenheit der beiden geschaffenen Menschen liefert neben der Erhabenheit der Lobpreisunge und der Volkstümlichkeit der Naturschilderungen den dritten Grund für den seit über 200 Jahren andauernden Erfolg der Schöpfung: Die anrührende Innigkeit der besungenen Liebe. … Mehr Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Teil 6 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Lateinisch-byzantinisch-arabische Symbiose: Die Verschmelzung dreier Kunstrichtungen lässt in Palermo eines der schönsten Gotteshäuser der Welt entstehen.

Der Grundriss der Cappella Palatina in Palermo ist lateinisch und erinnert mit Mittelschiff und Seitenschiffen an katholische Basiliken. Der Altarraum, das Presbyterium hingegen erinnert hinsichtlich seiner Form und seiner Ausgestaltung an den byzantischen Ritus. Blickt man schließlich an die Decke, dann sieht man die kunstvollen Schnitzarbeiten aus arabischer Hand. … Mehr Lateinisch-byzantinisch-arabische Symbiose: Die Verschmelzung dreier Kunstrichtungen lässt in Palermo eines der schönsten Gotteshäuser der Welt entstehen.

Als aus dem uralten Tempel in Syrakus eine christliche Kirche werden sollte

In byzantinischer Zeit kam das Christentum nach Sizilien. War es möglich, den Athene-Tempel in eine christliche Kirche zu verwandeln? Das schien unmöglich. Denn das griechische Heiligtum war von meterdicken dorische Säulen umgeben und hatte innen eine gemauerte Cella. Eine Kathedrale hingegen benötigte genau das Gegenteil: außen eine gemauerte Einfassung, im Inneren aber Rundbögen, die das Mittelschiff von den Seitenschiffen trennten. … Mehr Als aus dem uralten Tempel in Syrakus eine christliche Kirche werden sollte