Die Gute-Laune-Sinfonie zwischen den Titanen – Beethovens Achte

Hatten die Konzertbesucher die Beethoven’schen Neuerungen satt, mit denen der Maestro sie regelmäßig herausforderte? Die 8. Sinfonie enthielt statt eines langsamen zweiten Satzes ein Allegretto und verwendete eigentümliche Kompositionsmittel. Oder war es umgekehrt? War dem Publikum die F-Dur Sinfonie zu kurz, zu einfach, zu wenig dramatisch? … Mehr Die Gute-Laune-Sinfonie zwischen den Titanen – Beethovens Achte

The King’s Speech – Beethovens Allegretto und die Sprechhemmung des Königs

Der König beginnt zu sprechen. Zunächst stockend, dann flüssiger. Während Logue ihn lautlos durch die schwierigen Stellen seines Manuskripts führt, entfaltet sich die melancholische Musik Beethovens, die an Intensität zunimmt und dann wieder nachlässt, genau wie der Duktus der Rede. Fragen Sie sich ehrlichen Herzens, wie lange Sie der zunächst stockend vorgetragenen Rede des Königs zugehört hätten. … Mehr The King’s Speech – Beethovens Allegretto und die Sprechhemmung des Königs

Lebenswerk

Helfried Steckel, der langjährige Chorleiter des Oratorienchors hat am 10.09.2020 zum letzten Mal eine Probe „seines“ Chores geleitet. Nach über 2.000 Chorproben, 75 Konzerten und 46 Jahren verantwortungsvoller und erfolgreicher künstlerischer Tätigkeit verabschiedete er sich unter großen Beifall der Sängerinnen und Sänger. Zusammen mit ihm tritt auch seine Frau Vilja Steckel, jahrzehntelang Repetorin und musikalische Beraterin ihres Ehemanns, in den wohlverdienten Ruhestand. Coronabedingt musste eine angemessene Würdigung auf „bessere Zeiten“ verschoben werden. Eine kurze Laudatio … Mehr Lebenswerk

C(h)orona – oder: Warum wir nicht zur Tagesordnung übergehen können.

In vielen Bereich des täglichen Lebens gibt es inzwischen Lockerungen der CoVid-19-Einschränkungen. Doch die Warnungen werden wieder lauter, und bei der Chormusik gelten weiterhin strenge Regeln, die die Freude am gemeinsamen Singen erheblich schmälern und eine effektive Konzertvorbereitung nicht möglich erscheinen lassen. Was ist dennoch möglich? … Mehr C(h)orona – oder: Warum wir nicht zur Tagesordnung übergehen können.

Tonmalerei galt als Todsünde des Komponierens. Aber für Götter gelten solche Regeln nicht. Beethovens Pastorale

Naturgeräusche nachzuahmen galt schon zur Zeit Beethovens als eine der Todsünden des Komponierens. Allenfalls war es gestattet, innere Gefühle musikalisch darzustellen, die die Begegnung mit der Natur in dem Menschen auslöste. Doch im zweiten Satz sind offenbar Vogelstimmen zu hören. Beethoven wusste, dass ein Komponist, der etwas auf sich hält, keine Tonmalerei betreibt – und tat es dennoch. … Mehr Tonmalerei galt als Todsünde des Komponierens. Aber für Götter gelten solche Regeln nicht. Beethovens Pastorale

War Beethoven Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das höllische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter – Unser Beethovenjahr (4/9)

Beethovens 4. Sinfonie beginnt mit einer unfassbar langsamen Einleitung. Dagegen kommt der Schlusssatz der Sinfomie teuflisch schnell daher, sodass es Zweifel gab, ob die Metronomangabe des Komponisten nicht ein Irrtum war. Denn immerhin hatte ihn der Maestro mit Allegro ma non troppo, nicht etwas mit Prestissimo überschrieben. … Mehr War Beethoven Metronom in Reparatur? Das Rätsel um das höllische Tempo im Schlusssatz von Beethovens Vierter – Unser Beethovenjahr (4/9)

Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Beethovens Zweite – Unser Beethovenjahr (2/9)

Die Allgemeine Musikalische Zeitung konnte sich mit diesem neuen Werk allerdings nicht anfreunden. Diese Sinfonie erinnere an ein „crasses Ungeheuer, einen angestochenen Lindwurm, der nicht ersterben wolle und, selbst verblutend, im Finale noch mit dem aufgereckten Schweife vergeblich wüthend um sich schlage“, so der Wiener Korrespondent der Zeitung. Wie sich Hörgewohnheiten ändern können. … Mehr Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Beethovens Zweite – Unser Beethovenjahr (2/9)

Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Teil 6 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Diese zarte Verbundenheit der beiden geschaffenen Menschen liefert neben der Erhabenheit der Lobpreisunge und der Volkstümlichkeit der Naturschilderungen den dritten Grund für den seit über 200 Jahren andauernden Erfolg der Schöpfung: Die anrührende Innigkeit der besungenen Liebe. … Mehr Löwengebrüll, Mückenschwirren und Pastoraloboen – Teil 6 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

20. Mai 2017: „Ach, Galatea, weine nicht!“ Wer erinnert sich?

Verschmähte Liebe, Eifersucht und der Versuch eines sterblichen Wesens, das Unmögliche möglich zu machen – kann das gutgehen? Der mythischen Erzählung von Acis und Galatea gab Georg Friedrich Händel im Jahr 1718 das Gewand eines Oratoriums. Die beiden Protagonisten des Mythos empfinden innige Liebe zueinander. Zugleich sind sie aber auch lyrische Metaphern für die beseelte Natur. … Mehr 20. Mai 2017: „Ach, Galatea, weine nicht!“ Wer erinnert sich?