Die Gute-Laune-Sinfonie zwischen den Titanen – Beethovens Achte

Hatten die Konzertbesucher die Beethoven’schen Neuerungen satt, mit denen der Maestro sie regelmäßig herausforderte? Die 8. Sinfonie enthielt statt eines langsamen zweiten Satzes ein Allegretto und verwendete eigentümliche Kompositionsmittel. Oder war es umgekehrt? War dem Publikum die F-Dur Sinfonie zu kurz, zu einfach, zu wenig dramatisch? … Mehr Die Gute-Laune-Sinfonie zwischen den Titanen – Beethovens Achte

The King’s Speech – Beethovens Allegretto und die Sprechhemmung des Königs

Der König beginnt zu sprechen. Zunächst stockend, dann flüssiger. Während Logue ihn lautlos durch die schwierigen Stellen seines Manuskripts führt, entfaltet sich die melancholische Musik Beethovens, die an Intensität zunimmt und dann wieder nachlässt, genau wie der Duktus der Rede. Fragen Sie sich ehrlichen Herzens, wie lange Sie der zunächst stockend vorgetragenen Rede des Königs zugehört hätten. … Mehr The King’s Speech – Beethovens Allegretto und die Sprechhemmung des Königs

C(h)orona – oder: Warum wir nicht zur Tagesordnung übergehen können.

In vielen Bereich des täglichen Lebens gibt es inzwischen Lockerungen der CoVid-19-Einschränkungen. Doch die Warnungen werden wieder lauter, und bei der Chormusik gelten weiterhin strenge Regeln, die die Freude am gemeinsamen Singen erheblich schmälern und eine effektive Konzertvorbereitung nicht möglich erscheinen lassen. Was ist dennoch möglich? … Mehr C(h)orona – oder: Warum wir nicht zur Tagesordnung übergehen können.

Tonmalerei galt als Todsünde des Komponierens. Aber für Götter gelten solche Regeln nicht. Beethovens Pastorale

Naturgeräusche nachzuahmen galt schon zur Zeit Beethovens als eine der Todsünden des Komponierens. Allenfalls war es gestattet, innere Gefühle musikalisch darzustellen, die die Begegnung mit der Natur in dem Menschen auslöste. Doch im zweiten Satz sind offenbar Vogelstimmen zu hören. Beethoven wusste, dass ein Komponist, der etwas auf sich hält, keine Tonmalerei betreibt – und tat es dennoch. … Mehr Tonmalerei galt als Todsünde des Komponierens. Aber für Götter gelten solche Regeln nicht. Beethovens Pastorale

„Dada-da-daaaa!“ Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte und die nationalsozialistische „Kultur“-Politik – Unser Beethovenjahr (5/9)

Der Komponist kann nichts dafür, dass die Nationalsozialisten seine Sinfonien besonders schätzten. Vier der fünf am häufigsten aufgeführten sinfonischen Werke in den Jahren 1941 bis 1943 waren Beethovenwerke. Pech nur, dass diese Rechnung ohne den Komponisten gemacht worden war. Denn Beethovens Fünfte war und ist keine Hommage an den deutschen Nationalismus, sondern eher eine musikalische Verarbeitung von Motiven der Französischen Revolution. … Mehr „Dada-da-daaaa!“ Das berühmteste Motiv der Musikgeschichte und die nationalsozialistische „Kultur“-Politik – Unser Beethovenjahr (5/9)

Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Beethovens Zweite – Unser Beethovenjahr (2/9)

Die Allgemeine Musikalische Zeitung konnte sich mit diesem neuen Werk allerdings nicht anfreunden. Diese Sinfonie erinnere an ein „crasses Ungeheuer, einen angestochenen Lindwurm, der nicht ersterben wolle und, selbst verblutend, im Finale noch mit dem aufgereckten Schweife vergeblich wüthend um sich schlage“, so der Wiener Korrespondent der Zeitung. Wie sich Hörgewohnheiten ändern können. … Mehr Der angestochene Lindwurm, der nicht ersterben wollte. Beethovens Zweite – Unser Beethovenjahr (2/9)

Wenn Beethoven auf die Knie fällt – Teil 3 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Am 27. März 1808 dirigiert Antonio Salieri die erste Aufführung der Schöpfung in italienischer Sprache außerhalb Italiens. Es ist eine Huldigung für den greisen Komponisten anlässlich seines Geburtstags, die er tiefbewegt entgegennimmt. Es muss an diesem Abend gewesen sein, dass Ludwig van Beethoven – jetzt selbst ein ganz Großer der Wiener Musikwelt – nach der Aufführung vor dem 76-jähigen Haydn auf die Knie geht und seinem ehemaligen Lehrer die Füße küsst. … Mehr Wenn Beethoven auf die Knie fällt – Teil 3 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

„Vollendet ist das große Werk“ – Teil 1 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Drei Annäherungen an den großen Protagonisten der Wiener Klassik: 1. Auch ein Wiener Sängerknabe braucht fürsorgliche Eltern. 2. Wahre Größe kann wahre Größe anerkennen. 3. Ein Meisterwerk entfaltet sich in der Freiheit der Form. … Mehr „Vollendet ist das große Werk“ – Teil 1 einer Serie über Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“

Hedwig, die junge Waldohreule

Im Frühsommer 2019 nahm ein verwaistes Eulenküken an einer Probe des Oratorienchors teil und lauschte den Klängen von Händels Messias. Es eroberte die Herzen der Chorsängerinnen und Chorsänger im Sturm. So wurde es ihm gestattet, auch am anschließenden Sommerfest teilzunehmen. Und das ist die Geschichte des kleinen Nachtvogels: Anfang Juni war es von einem Förster … Mehr Hedwig, die junge Waldohreule