Weck mich, wenn Corona vorbei ist? Warum die Stimme jetzt nicht ohne Training bleiben sollte.

Die Stimme im Dornröschenschlaf. Es wird Zeit, dass sie wachgeküsst wird.

Chorsingen ist in Pandemiezeiten zu einem gefährlichen Hobby geworden. Wir erinnern uns daran, wie wir donnerstagabends, oft schon müde von der Woche, in die „Singstunde“ kamen und nach zwei Stunden konzentrierter Chorarbeit (und sicher auch dem ein oder anderen anregenden Gespräch mit unserem Sitznachbarn) erfrischt, mit freiem Kopf und ein bisschen glücklicher nach Hause fuhren. Singen tut Körper und Seele gut.

Die gemeinsame Probenarbeit ruht seit fast einem Jahr, aber die Stimme ist ein Instrument, das gepflegt werden will und das auch in den „chorlosen“ Zeiten unsere Aufmerksamkeit braucht. Sie möchte geweckt werden, noch bevor Corona vorbei ist.

Sobald ein Mensch das Licht der Welt erblickt, erprobt er seine Stimme. Von diesem Tag an ist sie untrennbar mit ihm verbunden. Sie ist ein komplexes und wertvolles Werkzeug und kann in ganz unterschiedlicher Lautstärke und Tonhöhe reden, schreien, seufzen, brüllen, flüstern, schluchzen und lachen. Und sie kann sich zu einer Singstimme ausbilden und eine Melodie anstimmen. Geschieht dies in der richtigen Art und Weise, kann sie mehrere Stunden lang sehr laut zum Klingen gebracht werden, ohne dass sich Heiserkeit einstellt.

Dafür aber bedarf es einiger Übungen. Wie ein Sportler aus dem Stand keinen Langstreckenlauf absolvieren kann, gelingt auch der Stimme nichts ohne Übung. Stimmtraining in Gemeinschaft ist während der Pandemie nicht möglich. Jede und jeder ist aber eingeladen, die Stimme nicht einrosten zu lassen, sondern sie täglich – vergleichbar dem Zähneputzen – zu pflegen. Vom kommenden Donnerstag an werden Sie wöchentlich auf unserer Webseite einige von unserer Mitsängerin und Musikpädagogin Claudia Blatt zusammengestellte Übungen finden. Wenn wir wieder gemeinsam singen dürfen, werden sie uns helfen, schneller zu einem schönen Chorklang zurückzufinden.


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